in der stube gewinnt der alte täfer mit dem freilegen des bestehenden holzfussboden an präsenz. format, bank; eiche. alphabet 40m, tisch; eiche. euklid rl, euklid rx, euklid rt, beistelltische; eicheWalserhaus Vrin
rück- und umbau einer kompakten bauernhaushälfte aus dem jahr 1800, direkt neben dem ortsbildprägenden stall im ortsteil cons. im fokus stand eine moderate sanierung mit bewusst einfachen mitteln, der einbau einer regulär begehbaren treppe und der erhöhung der raumhöhen auf knapp zwei meter. neue wandtäfer in roher weisstanne und originale oberflächen bestimmen jetzt die räume. eine fortschreibung des baustoffes holz und ein kontrastarmes alt und neu erhalten die atmosphäre und die würde des alten hauses. die renovierten räume des historischen strickbaus zeigen nun exemplarisch die vielfalt unserer möbelkollektion und sind als ferien- und ausstellungsobjekt konzipiert. architektur und umsetzung: hubert sanktjohanser. küche
Die Bauernhaushälfte war geprägt durch niedrige Raumhöhen und Einbauten aus den 70-er Jahren. Nach dem Rückbau wurde mit bewusst einfachen Mitteln saniert. Dabei galt es, die Qualitäten des Nichtperfekten im Bestand gegen vermeintliche Vorteile neuer Einbauten sorgsam abzuwägen. So wurden die Raumhöhen auf knapp zwei Meter erhöht und eine regulär begehbare Treppe eingebaut. Zwei kleine Schlafräume blieben annähernd unangetastet. Zwei größere Zimmer erhielten zusätzliche Fenster, ohne die Giebelfassade zu tangieren.
Ein kontrastarmes Alt und Neu beim Umbau und der Möblierung sowie die Fortschreibung des Baustoffes Holz erhalten die Atmosphäre und Würde des alten Hauses. Dabei kam dem Zusammenspiel von Hinzugefügtem und Vorhandenem eine besondere Bedeutung zu. Die historischen Türen prägen nun zusammen mit den neuen Decken- und Wandtäfern aus Tanne das Raumgefühl und erinnern mit ihrer niedrigen Durchgangshöhe an die Geschichte des Hauses.
- Ort:
- Vrin (GR), Schweiz
- Jahr:
- 2022/25
- Architektur:
- Hubert Sanktjohanser
19 bilder

das kleine dachzimmer erhielt durch die erhöhung des darunterliegenden badezimmers ein schlafpodest und blieb sonst bis auf eine umformulierung des fensters original erhalten.
im großen dachzimmer verweisen die beiden unterschiedlichen fenster auf die ursprüngliche raumteilung. zusammen mit dem dachfenster entsteht ein heller und großzügiger raum.
das bad erhielt eine adäquate raumhöhe, neue wandtäfer und einen linoleumboden. für die decke wurde, wie anderenorts auch, bestehendes material wiederverwendet. sanitärausstattung und anordnung blieb unverändert.
im großen zimmer ermöglicht eine variable möblierung eine nutzung als schlafraum oder zweiten aufenthaltsraum.
ortstypische giebelwand. zwischen den gebäuden eine neue treppe, die einen sitzplatz ermöglicht. er definiert das kleine ensemble im dörflichen kontext neu.
neue steintreppe zwischen stall und strickbau.

blick in das große zimmer mit dem neuen fenster in der traufwand.
blick aus dem großen zimmer ins treppenhaus.
im kleinen zimmer blieb der alte täfer erhalten.
im eingangsflur ist die schürstelle des ofens wieder sichtbar. die neue treppe beherbergt eine garderobe und ein kleines wc.
die küche ist trotz ihrer überschaubaren größe für ein gemeinsames kochen konzipiert.
blick aus der küche in den eingangsflur
blick aus der stube auf die treppe und bis zur küche. das kleine fenster markiert die ehemalige türöffnung.
neue terasse mit sitzplatz.
die galerie im dachgeschoss lässt im flur ein großzügiges raumvolumen entstehen.










